Viele Hausbesitzer schrecken vor einer Wärmepumpe im Altbau zurück. Zu groß ist die Sorge vor hohem Stromverbrauch, schlechten Arbeitszahlen oder explodierenden Kosten im Winter.
Nach inzwischen drei Jahren Betrieb unserer Wärmepumpe in einer Doppelhaushälfte von 1980 ist es Zeit, die Erfahrungen einmal sauber einzuordnen – mit echten Daten statt Bauchgefühl.
Relativ früh im Projekt gab es Monate mit über 1.000 kWh Stromverbrauch, glühende Stromzähler und viele Fragen: Ist das normal? Ist die Anlage falsch ausgelegt? Oder habe ich mich am Ende doch verrannt? Genau darum geht es in diesem Beitrag – und vor allem im zugehörigen Video.
▶️ Das Video zur 3-Jahres-Abrechnung
Im Video zeige ich die kompletten Verbrauchsdaten, erkläre meine Rechenwege und ordne extreme Monats- und Tagesverbräuche ein – so, dass man sie realistisch bewerten kann.
Keyfacts aus drei Jahren Wärmepumpe im Altbau
Ein paar wichtige Eckdaten vorab:
- Doppelhaushälfte Baujahr 1980
- Keine Komplettsanierung (kein WDVS, keine Dachsanierung)
- Betrieb mit Heizkörpern, keine Fußbodenheizung
- Mehrere Optimierungen über die Jahre (Heizkurve, Heizflächen, Wärmeverteilung)
- Separate Erfassung von Stromverbrauch und Wärmeerzeugung
Die Wärmepumpe läuft dabei ganzjährig für Heizung und Warmwasser. Besonders im Winter fallen einzelne Monate mit sehr hohem Stromverbrauch auf – ein Punkt, der oft zu Fehlinterpretationen führt.
Zentrale Erkenntnisse aus dem Realbetrieb
Was sich nach drei Jahren klar sagen lässt:
- Hohe Monats- oder Tagesverbräuche allein sind kein Problem.
Einzelne Wintermonate mit 40–45 kWh pro Tag oder über 1.000 kWh im Monat wirken dramatisch, müssen aber immer im Jahreskontext betrachtet werden. - Arbeitszahlen entwickeln sich über die Zeit.
Optimierungen an Heizkurve, Wärmeverteilung und Nutzung haben messbaren Einfluss auf Effizienz und Verbrauch. - Warmwasser verzerrt Sommerwerte.
Im Sommer läuft die Wärmepumpe fast ausschließlich für Warmwasser – mit höheren Temperaturen und entsprechend schlechteren Momentanwerten, die aber energetisch kaum ins Gewicht fallen durch einen entsprechenden PV-Anteil - Nicht jeder gemessene Strom gehört in die Effizienzbewertung.
Bestimmte Verbraucher im Umfeld der Anlage dürfen laut Norm nicht in die JAZ-Berechnung einfließen – ein Punkt, der oft falsch gemacht wird.
Im Video gehe ich auf all diese Punkte detailliert ein und zeige, warum sich viele Diskussionen rund um Wärmepumpen auf falsche Annahmen stützen.
Alle Daten selbst nachvollziehen – Excel-Download
Für alle, die selbst rechnen, vergleichen oder lernen möchten, stelle ich meine Daten zur Verfügung. 👉 Einfach unten in die Liste eintragen, und ihr bekommt den kostenlosen Download per Mail.
📥 Download: XLS-Datei mit allen Verbrauchs- und Wärmedaten
Die Datei enthält u. a.:
- Monatswerte über mehrere Jahre
- Stromverbrauch der Wärmepumpe
- erzeugte Wärmemengen
- Berechnungsgrundlagen für Arbeitszahlen
So kannst du meine Auswertungen nachvollziehen oder mit deiner eigenen Anlage vergleichen.
Fazit
Eine Wärmepumpe im Altbau lässt sich nicht mit einfachen Daumenregeln bewerten.
Wer nur auf einzelne Extremwerte schaut, kommt fast zwangsläufig zu falschen Schlüssen.
Mit realen Daten über mehrere Jahre, sauberer Einordnung und etwas Erfahrung sieht das Bild deutlich differenzierter aus – und genau darum geht es in diesem Projekt.
👉 Wenn dich die Details interessieren, schau dir unbedingt das Video an.
Dort erkläre ich die Zusammenhänge Schritt für Schritt und zeige die kompletten Zahlen.


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